Die Naturschutzjugend (NAJU) 

Für Mensch und Natur


Was Du tun kannst...

...ist gar nicht so wenig.

 

Ich bin Melanie, die Jugendleiterin der NAJU Hanstedt/Salzhausen. Wenn Du die Kindergruppe für Kinder ab 6 Jahren mal besuchen möchtest, kommst du am 1. oder am 3. Freitag des Monats um 16 Uhr zu uns in den NAJU-Garten, Schützenstrasse, ggü. dem MTV-Fußballplatz nach Salzhausen.

Von dort aus starten wir in unser Naturschutz-Abenteuer. 

 

Ich würde mich freuen, Dich schon bald bei uns begrüßen zu können. Schau vorbei.

Alle weiteren Informationen findest Du hier...


Was Du tun kannst...

Du kannst noch jede Menge mehr tun. Hier findest Du nach und nach tolle Projekte für zu Hause. Dort kannst Du alles anhand der Anleitungen selber ausprobieren.  Ich stelle hier ein Projekt nach dem anderen rein.

 

Schau mal durch, vielleicht ist ja etwas dabei, was Dich interessiert und Du schon immer einmal machen wolltest.

 


Waschmittel aus Kastanien herstellen - eine saubere Sache!


Du brauchst:

6-8 Kastanien

1 Einmachglas mit Schraubdeckel

1 Holzbrettchen

1 scharfes Messer

ca. 200-300 ml Wasser

Sieb

 

Dauert circa: 10 Minuten

Du schneidest Deine Kastanien (6-8 Stück) auf einem Holzbrett einmal in der Hälfte auseinander. Danach teilst Du noch einmal jede Hälfte. Somit hast Du 4 Teile. Das machst Du nun mit jeder Deiner Kastanien. Pass bitte auf ! Dein Messer ist sicherlich scharf und die Kastanie mag nicht immer gut auf dem Schneidebrett liegen bleiben, wenn Du Druck auf sie aus übst. Sie rutscht dann plötzlich weg und Du? - Autsch, schneidest Dir vielleicht noch in den Finger. 

Wenn Du dir unsicher bist, lasse Dir auf jeden Fall von einem Erwachsenen helfen.

So sieht das dann aus, wenn Du mit dem Schneiden fertig bist. Jetzt kannst Du dein Einmachglas nehmen. Schraube den Deckel ab und fülle alle geschnittenen Kastanienteile in Dein sauberes Glas. Fülle Dein Glas mit 200-300ml Wasser, je nach Größe Deines Glases. Das Wasser sollte gut 5 cm höher sein als die Kastanien.

Dreh das Glas mit dem Deckel fest zu. Wenn Du das Glas nun etwas schüttelst, siehst Du schon, dass es schäumt und das Wasser milchig wird.

Prima! Fast geschafft.

Nach knapp 2 Stunden haben die Kastanien soviel Saponine an das Wasser abgegeben, dass Du damit eine Maschine Wäsche waschen kannst. Doch  Moment! Noch rasch den Sud durch ein Sieb abfüllen. Die Kastanien kannst Du auf den Kompost oder in die Biotonne werfen. Mit Deiner milchigen Kastanienlauge gehst Du zur Waschmaschine und füllst die Flüssigkeit über die Waschmittelschublade in die Waschmaschine ein. Du kannst mit allen Temperaturen waschen.

 

Kein Plastik, keine Chemie, kein CO2- Verbrauch bei der Herstellung Deines Waschmittels. Super!


Recycling - Upcycling - Vogelfutterstation


Du brauchst:

1 Plastikflasche

2 Holzlöffel

Vogelfutter

Trichter

Kordel

 

Eine Plastikflasche die keine Pfandflasche ist, hast Du vielleicht noch zu Hause. Lass Dir die Dinge, die Du brauchst von deinen Eltern bereit stellen. 2 Holzlöffel gibt es günstig bei jedem Discounter. Auch Vogelfutter muss Dir ein Erwachsener besorgen. Vielleicht habt ihr Kordel und Trichter noch zu Hause. Gut wären kleine Körner. Die Plastikflasche darf keine Saftreste haben und sollte trocken sein. Das Futter in der Flasche darf nicht gammeln.

 

Los geht's:

Zuerst schneidest Du rechts und links ein Loch auf gleicher Höhe in die Flasche. Auf der einen Seite gerade so groß, dass der Stiel des Holzlöffels durch passt, auf der anderen Seite etwas größer, damit die Vogelsamen in den Löffelkopf laufen können. Jetzt steckst Du den Stiel des Löffels zuerst durch das größere Loch der Flasche, durch die Flasche und dann durch das kleinere Loch hindurch. Wie Du oben auf dem Foto gut sehen kannst, muss der Löffelkopf direkt an der Flasche sein, damit die Samen nicht herunter fallen, sondern in dem Löffelkopf liegen bleiben.

Wenn Du das geschafft hast, machst Du etwas höher oder etwas tiefer noch zwei Löcher für den 2. Löffel. Dabei kannst Du die Flasche etwas drehen, damit die Löffel auch an unterschiedlichen Stellen Futter anbieten.

Nun stecke den Trichter in den Flaschenhals und befülle die Flasche mit Vogelfutter, bis sie voll ist. Dann nimmst Du den Trichter wieder heraus und drehst die Falsche wieder zu. Nun nur noch die Kordel mit zwei langen Bändern am Flaschenhals festknoten und draussen am Baum aufhängen.

Fertig!

 

Tipp: 

Falls Deine Holzlöffel nicht gut halten, weil Deine Löcher vielleicht etwas zu groß sind, nimm eine Heissklebepistole und befestige den Löffel an der Flasche auf der Seite des Stieles. Lass Dir dabei von einem Erwachsenen helfen.

 


Wusstest Du...

 

Plastik begegnet uns jeden Tag. PET-Flaschen sind unverwüstlich. Sie verrotten einfach nicht. Stattdessen verschmutzen sie unsere Umwelt. Wenn Tiere Plastik verschlucken, wie zum Beispiel Schildkröten im Meer (sie denken, dass es sich z.B. bei Plastiktüten um fressbare Quallen handelt oder Vögel, die durch das Picken alles aufnehmen), sterben qualvoll an dem vielen Müll im Magen. Sie verhungern, weil sie bald keine weitere Nahrung mehr aufnehmen können, denn der Magen ist gefüllt mit Plastik und anderem Unrat.

 

Im Nordpazifik gibt es mittlerweile einen schwimmenden Müllberg, der die Größe Zentraleuropas hat und täglich weiter anwächst.

 

Am Besten wäre es, wir würden Glasflaschen benutzen, Papiertüten oder Jutetaschen zum einkaufen wieder verwenden. Schau mal, was benutzt Du, wenn Du beim Einkaufen hilfst? Vielleicht kannst Du jemanden davon überzeugen, dass Papiertüten oder Glasflaschen ein guter Beitrag zum Umweltschutz sind, für die Umwelt und die Natur, in der Du groß wirst. Es lohnt sich also jeden Tag, die Natur zu schützen.


Selbstversorgung - Naschbar - Chilisamen pflanzen


Du brauchst:

 

4 - 6 Yoghurtbecher

Pflanzerde

4 - 6 Eisstiele

etwas Wasser

alte Zeitung

Chilisamen oder Paprikasamen

 

Los geht's schon: 

Sammelt Deine Pudding- oder Yoghurtbecher, spüle diese gut aus und trockne sie gut ab.

Stelle die Yoghurtbecher vor Dir auf dem Tisch auf einer alten Zeitung hin. So bleibt der Tisch sauber.

Befülle Deine Becher 2/3 mit Pflanzende und giesse etwas Wasser hinein. Nur soviel, daß die Erde etwas nass ist. Nun lege in jeden Becher 2 Samen auf die Erde. Drücke sie vorsichtig etwas an die Erde an. Krümmele noch etwas Erde über die Samen, ungefähr einen Finger dick. Stelle die Becher auf die Fensterbank. Falls Du Eisstiele hast, beschrifte diese mit dem Wort "Chili" oder "Paprika". Stecke in jeden Becher einen beschrifteten Holzstiel. So weisst Du auch noch in ein paar Wochen, was Du dort gepflanzt hast, wenn Du weitere Becher mit anderen Pflanzen anziehen möchtest. Falls Du keine Eisstiele hast, kannst Du die Becher auch mit einem Edding beschriften oder einen kleinen beschrifteten Zettel an den Becher kleben.

Tipp:

Auf der warmen Fensterbank über der Heizung, bleibt die Erde schön warm und Deine Pflänzchen bekommen viel Licht. Folie zum Heranziehen der Pflanzen benötigst du nicht. Das belastet nur die Umwelt. So wachsen sie trotzdem und brauchen nur ein paar Tage länger.

 

Die Chili kann das ganze Jahr auf der Fensterbank stehen. Du kannst später die kleinen Blüten vorsichtig mit einem Pinsel bestäuben. Dafür streichst Du vorsichtig über den Blütenkelch der Chiliblüte und streichst dann damit der nächsten Chiliblüte über den Blütenkelch. Und so streichst Du die Pollen hin und her und befruchtest die Chiliblüten künstlich. Schon wenige Tage später siehst Du, dass die Blüte vertrocknet und eine kleine grüne Chili wächst. Erst wenn die Sonne so richtig auf die Chilis strahlen, werden die Früchte rot. Dan kannst Du sie mit der Schere vorsichtig abknipsen. Reihe sie mit einer Nadel auf einen Faden auf und hänge sie in der Küche zum Trocknen auf. 

Früchte nicht roh essen - Chilis sind extrem scharf!

 

Die Paprika hingegen wird immer größer und kann nach den Eisheiligen am 15.Mai raus in den Garten. Hier die Töpfchen erst einmal nur tagsüber raus stellen, möglichst in die Sonne. Die ersten Tage nachts noch rein holen damit sie nicht in Nächten mit plötzlichem Bodenfrost erfrieren. Später in den Garten pflanzen oder in größere Töpfe umtopfen.

 

Viel Spaß!

 


Wusstest Du...

Paprika und Chili sind gesund.

 

Paprika wurde bereits von den amerikanische Ureinwohnern als Heilmittel verwendet.

Heute werden Paprika vor allem für ABC-Pflaster verwendet. Auch bei Problemen von Hexenschuss oder Migräne.

Paprika dient uns also auch als Heilmittel.

Und Chili?

Chili ist auch ein prima Heilmittel.

Es wirkt unter anderem entzündungshemmend und immunstärkend. Auch in Sachen Herzgesundheit und Krebsheilung wird die Chili eingesetzt. Wir kochen aber lieber mit ihr. Und am liebsten Chili con Carney.

 

Wer mag es nicht?